| Peugeot Satelis Compressor |
| Noch mehr Kraft, noch mehr Fahrspaß |
| Schon mit dem normalen 125 ccm-Saugmotor ist Peugeots GT-Scooter Satelis ein Gedicht - jede Menge Fahrkomfort, genügend Leistung auch für lange Touren und fürs entspannte Mitschwimmen im Autoverkehr. Jetzt aber legt der französische Zweiradhersteller noch eins drauf und bietet den Satelis als aufgeladene Kompressor-Variante an. So bullig, wie der Peugeot Satelis Compressor mit seinen Lufthutzen zu beiden Seiten der Heck-Karosserie optisch wirkt, so kraftvoll legt er sich beim Gasgeben ins Zeug. Akustisch nur durch ein dezentes Fauchen vom Standardmodell zu unterscheiden, schiebt der Kompressormotor so vehement, dass man den doppelten Hubraum vermuten möchte und spontane Überholmanöver zur lässigen Übung werden. Auch bei der Höchstgeschwindigkeit rennt die Kompressor- Variante mit 112 km/h klar am klassischen Saugmotor-Modell mit 108 km/h vorbei. |
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| Dabei ist die nominelle Spitzenleistung der beiden Varianten mit 11 kW oder 15 PS gleich. Der entscheidende
Unterschied liegt in der Art, wie sie entwickelt wird. Der Saugmotor muss fleißig drehen: Seine Drehmomentkurve erreicht mit 11,8 Newton- metern bei 7750
Umdrehungen pro Minute ihren Gipfel, die 15 PS Höchstleistung stehen bei 9750/min zur Verfügung. Der Kompressor hingegen erzeugt schon bei mittleren
Drehzahlen mächtig Druck und haucht dem Zweiventil-Einzylinder bei 6000/min ein maximales Drehmoment von 17 Newtonmeter ein – rund ein Drittel mehr, als
der Saugmotor bieten kann. Bis zur offiziellen Nenndrehzahl von 8000/min bietet der Peugeot Satelis Compressor Leistung satt, dank seines breiten nutzbaren
Drehzahlbandes und des niedrigen Drehzahlniveaus insgesamt wirkt er nie angestrengt und stets souverän. Ursprünglich wurde die Kompressor-Technologie für den Sport-Scooter Peugeot Jet Force entwickelt, passt aber perfekt zum Charakter des luxuriösen Peugeot Satelis. Beim Gasgeben steht die zusätzliche Leistung nicht abrupt zur Verfügung, sondern baut sich mit einer Laufkultur auf, die an großvolumige Reiselimousinen erinnert. Selbst die ungestümsten Drehs am Gasgriff setzt der Peugeot Satelis Compressor butterweich in Vortrieb um und vermittelt dem Fahrer ein beruhigendes Gefühl von Sicherheit und Gelassenheit auch auf trügerischem Untergrund. Enge, kurvige Landsträßchen werden zu einem ganz besonderen Erlebnis: Noch nie war es ein solch unbeschwertes Vergnügen, am Kurvenausgang das Gas aufzuziehen. |
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| Wenn die 15 PS Höchstleistung erreicht sind, lässt ein Überdruckventil über- schüssigen Ladedruck ins Freie entweichen,
um den Vorwärtsdrang auf das gesetzliche Höchstmaß für Klasse A1-Führerscheininhaber zu begrenzen. Wer die unbeschränkte Motorrad-Lizenz besitzt, darf die volle Kraft
der offenen 20 PS-Variante genießen. Sie sorgt beim Beschleunigen und Überholen für fast motorradähnliche Überlegenheit, der Vorwärtsdrang findet erst bei Tacho 120 sein Ende. Freilich muss sich der Kunde beim Kauf fest für eine der beiden Varianten entscheiden. Kompressortechnologie erzeugt Hitze, was nicht nur die großzügige Frischluftzufuhr, sondern auch den Ladeluftkühler unter der Sitzbank erklärt. Noch mehr Leistung erzeugt noch mehr Hitze, das Kühlsystem der 20 PS-Version wurde deshalb mit ausgeklügelten Modifikationen an den erhöhten Bedarf angepasst. Die 15 PS-Variante kann somit nicht einfach entdrosselt, sondern allenfalls durch größere Umbauten auf 20 PS umgerüstet werden. Der Preis ist für beide Modelle gleich. 4349 Euro kosten sowohl der Peugeot Satelis Compressor 15 als auch der offene Peugeot Satelis Compressor 20, das sind 500 Euro Zuschlag auf den Standard-Satelis 125 mit normalem Saugmotor. Der gleiche Zuschlag ist für die „Executive“-Version mit Antiblockiersystem und Abus-Sicherheitsschloss fällig: 4959 Euro kostet der Peugeot Satelis Compressor 15 in dieser Ausstattung, 4459 Euro das Executive-Modell mit Saugmotor. Wer konsequent ökonomisch denkt, kann sich die Mehrkosten sparen und trotzdem Rollerfahren auf hohem Niveau erleben. Den Enthusiasten, die das Besondere lieben, ist der exklusive Fahrgenuss mit Kompressor allerdings jeden Cent wert. (PMD 06.07.2006) |
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